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Auf die Netze, fertig, los!

Alliander hat das nötige Kapital und Know-how, um sich ernsthaft für die Gas- und Stromkonzession zu bewerben

  • Von Martin Kröger, Amsterdam
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der Wettlauf um die Gas- und Stromnetze in Berlin ist in vollem Gange: Der kommunale niederländische Konzern Alliander will beide Netze betreiben, um die Energiewende voranzutreiben.

Wie ein gieriger Investor kommt Ton Doesburg nicht daher. Der smarte Unternehmer im gedeckten Anzug und mit der Goldrandbrille hält den Vergleich seines niederländischen Konzerns Alliander mit einer »Heuschrecke« gar für ziemlich »lächerlich«. Gewinnorientiert sei man früher als Stromhändler Nuon gewesen, räumt Doesburg ein, aber mit dem Verkauf der Energiehandelssparte 2010 an Vattenfall für 8,6 Milliarden Euro sei das nun vorbei. Heute betreibt Alliander (siehe Kasten) das Gas- und Stromnetz in Teilen der Niederlande. Fast sechs Millionen Kunden werden versorgt. Der 65-jährige Doesburg ist Vorstandsvorsitzender der deutschen Tochter der Alliander, deren Gesellschafter wiederum sind Provinzen und Kommunen aus den Niederlanden. Alliander will zurzeit nach Berlin expandieren und in Zukunft das Gas- und Stromnetz in der Hauptstadt betreiben – gerne auch als Partner des Landes Berlin, das sich mit seinem Unternehmen Berlin Energie selb...


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