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Schwarzer Pjotr

Klaus Joachim Herrmann über die Strafmaßnahmen der EU

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 2 Min.

Mit Sanktionen will der Westen nicht zuerst Russland und schon gar nicht sich selbst schaden. Dazu sind sie auch zu lau. Russen, die auf sich halten, möchten ja sogar auf die Liste. Was hatte da im Kalten Krieg um die Mitte der 1960er Jahre das Röhrenembargo für ein Format - wenn es auch in großen Geschäften der Bundesrepublik mit der Sowjetunion endete.

Brüssel und Washington geht es um öffentliche Zurschaustellung des Schuldigen und damit Verlierers. Das Muster ist dem Spiel entlehnt, das hier Schwarzer Pjotr heißen sollte. Denn selbstgefällig straft der Westen Russland in Stufe eins, zwei, drei - und scheint zu siegen. Doch an der ukrainischen Krise haben auch EU und USA größten schuldhaften Anteil. In mancher Einfalt, doch absichtsvoll und rücksichtslos destabilisierten sie inmitten Europas drauf los, bestimmten fremde Machtorgane nach eigenem Gefallen. Der Hinweis »selbst ernannt« galt nach demokratisch höchst zweifelhaften Vorgängen zuerst in Kiew, dann auf der Krim.

Die ukrainische Tragödie hat nicht nur einen Mitspieler. Sie lässt sich nicht nach Gut und Böse besetzen. Mit der EU, Russland und den USA zerren drei Mächte an einem Land. Das ist so ungefestigt und brüchig, dass es jederzeit zerfallen kann. Statt zweifelhafte Strafen als Persilschein zu ersinnen, sollten lieber alle den gemeinsamen Ausweg suchen.

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