Drei Lehren aus der rot-rot-grünen Krim-Krise

Tom Strohschneider über eine Welt im Rückspiegel, Fragen der Zukunft - und was das für das Verhältnis von SPD, Linkspartei und Grünen heißt

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es ist in diesen Tagen der Krim-Krise viel einfacher, Argumente gegen eine Kooperation von SPD, Grünen und Linkspartei zu finden, als gute Gründe dafür, warum das rot-rot-grüne Gespräch trotz außenpolitischer Differenzen dringend nötig wäre. Besser: Warum es gerade wegen der friedens- und sicherheitspolitischen Streitthemen geführt werden muss.

Seit Tagen dreschen die drei Parteien aufeinander ein. Jedenfalls wird dieses Bild medial vermittelt. In diesem rot-rot-grünen Krim-Konflikt ist viel Dummes gesagt worden, noch mehr Richtiges und manches sogar von den selben Leuten. Aber was etwa über die Position von Sahra Wagenknecht alles gerichtet wurde, hält kaum einer Überprüfung anhand des wirklich von ihr Gesagten stand.

Hierin liegt die erste Lehre aus der rot-rot-grünen Krim-Krise: Es müsste gelingen, ein kritisches Bewusstsein von den medialen Funktionsweisen zu schärfen. Es ginge um eine Haltung, die um die Notwendigke...

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