Ende einer Instanz

Zum Welttheatertag II

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Am Dessauer Theater, das nach dem Willen der sachsen-anhaltischen Landessparpolitik als Vierspartenhaus nicht länger existieren soll, traten die Schauspieler jüngst radikal aus ihren Rollen - weil es ihrer Kunst und ihnen selbst, nicht nur ihren Figuren, existenziell an den Kragen geht. Der Vorhang ist noch zu, da tritt auf: Mr. Peachum, der Bettlerkönig aus John Gays und Johann Christoph Pepuschs »Beggar’s Opera« - so denkt man. Doch der abgerissene Herr nimmt unvermittelt den Hut ab und stellt sich als Gerald Fiedler vor. Ein langgedienter Schauspieler sei er, der diesen Beruf einst erlernt habe, weil er Schillers Diktum vom Theater als moralischer Anstalt ernst nimmt. In einem explosiven Gemisch aus Kampf und Komik geriet die Dessauer Inszenierung zum Affront gegen jene Politik, deren Wohlwollen - in barer Münze - über die Möglichkeit richtet, Theater zu spielen.

Das Theater als moralische Anstalt? Als Instanz de...

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