Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

»Machtvolles Zeichen« des Bankrotts

Klaus Joachim Herrmann über die IWF-Milliarden für die Ukraine

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Die IWF-Ankündigung für Kiew von bis zu 18 Milliarden US-Dollar in zwei Jahren bejubelte das Weiße Haus als »machtvolles Zeichen der Unterstützung«. Als Moskau 15 Milliarden Dollar sofort und eine Senkung des Gaspreises bot, wurde das vom Westen als billige Erpressung entlarvt. Nun stellt er selbst und eigensüchtig »Reformen« als Bedingung. Ampeln schalten auf Privatisierung und Profit, auf das Ende der Subventionen. Als Kostprobe geht der Gaspreis hoch. Der nächste Aufruhr kommt bestimmt.

Wem auch immer diffuse Schuld oder konkrete Verantwortung zugeschoben werden mag, beim inneren und äußeren Richtungskrieg der Ukraine um Osten oder Westen haben alle Beteiligten verloren: die Ukraine die Krim und ihre Selbstbestimmung; Russland die Ukraine und Ansehen; ganz Europa Stabilität, Vertrauen und gute Aussichten.

Wer auch immer Sieger sein will, die Vernunft ist es nicht. Moskau hat auf der Krim viel zu leisten. Doch die Ukraine ist von anderer Dimension. Vier Wochen ist es her, dass Außenminister Steinmeier barmte, für die EU oder Russland allein sei diese Aufgabe zu groß. Beide müssten zusammen ran. Doch war es längst zu spät - nach dem Umsturz in Kiew, vor der Krim-Abspaltung und der Strafaktionen gegen Moskau. Nun wird es nichts mit Gemeinsamkeit - »machtvolles Zeichen« eines politischen Bankrotts.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln