Unsere Alleskönner

  • Von Iris Rapoport, Boston und Berlin
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Alleskönner ist natürlich übertrieben. Aber die Proteine unseres Körpers können wirklich fast alles. Das ahnte wohl schon Berzelius, als er vor weit über 150 Jahren deren Namen vorschlug, denn er leitete ihn vom griechischen »Proteios« - das Erste - ab. Verglichen damit ist der synonyme Begriff »Eiweiße« eher dröge - zumal, wenn man bedenkt, dass das oftmals ebenfalls Eiweiß genannte Eiklar weniger Eiweiß enthält als das Eigelb.

Doch was können sie alles? Schon auf der Körperoberfläche finden wir vielfältigste Funktionen. Von der schieren Menge her wären da die Keratine zu nennen. Sie helfen als Strukturelemente die Barriere zur Umwelt zu formen und bilden auch Haare und Nägel. Andere Proteine empfangen als Rezeptoren Umweltreize und ermöglichen das Riechen, Schmecken und Sehen. Ein kristallines, glasklares Protein formt die dazu notwendige optische Linse. Auch die Infektabwehr ist ihnen anvertraut und so sind in allen Schleim...


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