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Der Opposition

Gregor Gysi ist die Konkurrenz zur Großen Koalition. In seiner Liga spielt er allein. Das kann auch ein Problem sein.

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Er tänzelt, dreht sich, die Arme ausgebreitet. Der Kopf schnellt hin und her. Ein Schluck aus dem Wasserglas, ein Blick auf die Regierungsbank. Die Kanzlerin tuschelt mit dem SPD-Vorsitzenden und dem Außenminister. Es ist der 13. März. Gregor Gysi antwortet auf eine Regierungserklärung Angela Merkels zur Krim-Krise.

»Putin will die gesamte Krise in der Ukraine militärisch lösen. Er hat nicht begriffen, dass die Probleme der Menschheit weder mit Soldaten noch mit Gewehren zu lösen sind«, beginnt Gysi seine Rede. So spricht der Mann, dem sie vorwerfen, er führe die fünfte Kolonne Moskaus in der Bundesrepublik an. »Sein Denken und Handeln ist falsch und wird von uns deutlich verurteilt«, so Gysi über Putin. Er sagt jedoch auch: »Es ist aber dasselbe Denken, das im Westen vorherrschte und vorherrscht: bei Jugoslawien, Afghanistan, dem Irak und Libyen.« Und dann: »Alles, was NATO und EU falsch machen konnten, haben sie falsch gemac...


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