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Eine Kulturgeschichte des Bartes

Wildwuchs im Gesicht - das großartigste Männeraccessoire aller Zeiten?

  • Von Kevin Clarke
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Bärte galten vor gar nicht allzu langer Zeit als politisch suspekt. Und heute? Sind sie nurmehr ein Witz der Post-Postmoderne.

Mancher Nach-Wende-Jugendliche wird sich das kaum mehr vorstellen können. Aber Bärte galten vor gar nicht allzu langer Zeit tatsächlich als politisch suspekt. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich in den USA, und dann schnell bei deren Verbündeten, die Wahnvorstellung etabliert, alle Nicht-Glattrasierten seien potenzielle Kommunisten. Schließlich trugen die geistigen Väter der russischen Revolution Bärte. Rauschebärte. Das war nach 1945 im Westen gesellschaftlich weitgehend inakzeptabel. Genauso wie Stalins Schnauzer oder Hitlers Oberlippenstreifen.

Man kann diese schöne neue glattrasierte Welt in vielen Hollywoodfilmen der McCarthy-Ära bestaunen, wo sie Reinheit und Sauberkeit suggerieren sollte: sexuelle, körperliche und politische. Es waren erst die Woodstock-Generation in Amerika und die 68er-Bewegung in Westdeutschland, die sich von der ideologischen Enge dieser Weltsicht verabschiedeten und als Zeichen des Protest...


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