Kein Ustascha-Gruß in der C-Halle

Das geplante Konzert der nationalistischen kroatischen Band »Thompson« ist abgesagt

  • Von Jerko Bakotin
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Marko »Thompson« Perković ist die Musik-Ikone der kroatischen nationalistischen Rechten. Nachdem er bereits 2006 und 2009 Konzerte in Berlin geben konnte, sollte er nun ein drittes Mal hier auftreten. Für den 26. April war ein Konzert seiner Ethno-Hardcore-Band »Thompson« in der Columbiahalle geplant. Nach Protesten und mehreren Medienberichten über die Hintergründe der Band kündigte der Veranstaltungsort inzwischen den Vertrag und sagte den Termin ab. Nur ein gegenteiliger Gerichtsbeschluss könne an dieser Entscheidung etwas ändern, teilte die C-Halle auf Facebook mit. Aktivisten des Bündnisses »Kein drittes Mal« hatten zuvor mit einer Kampagne die Aufmerksamkeit auf »Thompsons« politische Haltung gelenkt.

Der kontroverse Sänger spielt häufig für die kroatische Diaspora, von Kanada bis Australien. In den Niederlanden wurden seine Konzerte jedoch bereits 2003 untersagt, und die Schweiz erteilte ihm 2009 ein Einreiseverbot...


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