»Da sind ja nicht mal Spekulanten gekommen«

Das ehemalige Rio-Reiser-Haus in Fresenhagen soll zwangsversteigert werden - aber es gibt keine Bieter

  • Von Martina Scheffler, Niebüll
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Interesse an dem früheren Anwesen des Musikers Rio Reiser, wo Musikgeschichte geschrieben wurde, ist groß - bei seinen Fans. Doch bieten wollte bei der Zwangsversteigerung in Nordfriesland keiner.

»Dann wird die Bietzeit jetzt eröffnet um 9.28 Uhr.« Als Rechtspflegerin Anja Cornils mit der Zwangsversteigerung des ehemaligen Rio-Reiser-Hauses in Nordfriesland beginnt, haben sich kaum 20 Menschen im Amtsgerichts Niebüll versammelt. Damit ist es im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen eher voll - allein: Es sind keine Biet-Interessenten. Nur Nachbarn, Schaulustige und Medienvertreter waren am Mittwoch gekommen. Das reetgedeckte Gutshaus in Fresenhagen hat laut Gericht einen Verkehrswert von knapp 300 000 Euro. Der 1996 gestorbene Musiker Rio Reiser (»König von Deutschland«) hatte sich in den 1970er Jahren mit seiner Band Ton, Steine, Scherben aus Berlin hierher zurückgezogen. Hier wurde er zunächst bestattet, 2011 aber nach Berlin umgebettet. Nach seinem Tod war der Hof als Veranstaltungszentrum genutzt worden. Reisers Angehörige konnten die Kosten schließlich nicht mehr tragen und verkauften. Zuletzt war dort eine J...


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