Versöhnung weckt Hoffungen

Während die Palästinenser voller Optimismus sind, schlägt ihnen aus den USA Ablehnung entgegen

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mitten in den Bemühungen um eine Fortsetzung der Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästinensern haben Fatah und Hamas die Bildung einer Einheitsregierung bekannt gegeben.

Sie haben so lange darauf gewartet. »Die Stimmung hier ist viel gelöster als sonst«, berichtet ein Reporter der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa aus Gaza: »Die Menschen hoffen darauf, dass es endlich klappt und sich an ihrer Situation etwas verändert.«

Am Mittwoch hatten hochrangige Vertreter der im Gazastreifen regierenden Hamas und der PLO-Hauptorganisation Fatah, die die Palästinensische Autonomiebehörde dominiert, bekannt gegeben, man habe sich auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt. Binnen fünf Wochen wolle man ein Kabinett aus »Spezialisten« zusammenstellen; in sechs Monaten sollten dann Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Die anwesenden palästinensischen Journalisten applaudierten begeistert.

Denn überall im Gazastreifen erwartet man sehr viel davon. Bereits im Januar hatte Ägypten - eine Folge des Sturzes von Präsident Mohammed Mursi - die Grenze zu dem dicht bevölkerten Landstr...


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