Kein Abzug ohne Antonows

NATO in Afghanistan auf Moskau angewiesen

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Aus guten - nicht nur wirtschaftlichen - Gründen mag man in Berlin nicht lustvoll in Embargorufe gegen Russland einstimmen. Denn: Ohne Putin kommt die Bundeswehr nicht gut raus aus Afghanistan.

Vor wenigen Tagen auf dem Flugfeld von Camp Marmal in Afghanistan: Generalmajor Bernd Schütt, Kommandeur des Regionalkommandos Nord, ließ es sich nicht nehmen, seinen »Büffel« zu verabschieden. Der Bergepanzer hat den Bundeswehrsoldaten treu gedient. Jetzt verstaute man das letzte bis dahin in Afghanistan verbliebene Bundeswehr-Kettenfahrzeug in einer Antonow An-124 und ab ging es in Richtung Trabzon. An der türkischen Schwarzmeerküste werden die Fahrzeuge umgeladen und per Seetransport zurück nach Deutschland gebracht.

Am 31. Dezember 2014 endet die ISAF-Mission in Afghanistan. Zugleich bereitet man den Nachfolgeeinsatz vor. Doch der kommt mit wesentlich weniger Soldaten, Waffen und Gerätschaften aus. Ein Teil der Technik wird den afghanischen Sicherheitskräften überlassen, einen anderen Teil, bei dem der Rücktransport zu teuer wäre, deklariert man als Schrott. Alles, was sensibel ist, wird direkt nach Hause geflogen, anderes...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.