Heute wäre er Hollywood

Giacomo Meyerbeer

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Man könnte annehmen, die Redewendung vom »großen Bahnhof« habe ihren Ursprung vor 150 Jahren an der Pariser Gare du Nord genommen. Vier Tage, nachdem der damals euphorisch gefeierte Starkomponist von Grand Opéras wie »Robert le diable« und »Les Hugenots«, Giacomo Meyerbeer, am 2. Mai 1864 gestorben war, wurde sein Sarg am noch im Bau befindlichen Großbahnhof aufgebahrt. Alles, was Rang und Namen hatte als Kulturrepräsentant der Seine-Metropole, erwies dem berühmten Mann bei einer gewaltigen Totenfeier die letzte Ehre, ehe sein Leichnam mit der Eisenbahn überführt wurde in seine ursprüngliche Heimatstadt Berlin. Hier, auf dem jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee, wurde Meyerbeer im Familiengrab bestattet.

Dass der Name heute nicht mehr denselben Klang hat wie seinerzeit, liegt gewiss daran, dass die damals so zeitgemäße Gattung, der er sein ganzes Können verschrieb, sich überlebt ha...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.