17 Milliarden des IWF für die Ukraine

Föderalisten rückten im Osten vor Armee in »voller Kampfbereitschaft«

Kiew. Die vom Staatsbankrott bedrohte Ukraine kann mit 17 Milliarden US-Dollar an Krediten rechnen, die der Verwaltungsrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Mittwoch für einen Zeitraum von zwei Jahren zusagte. Eine erste Tranche von 3,2 Milliarden Dollar soll umgehend ausgezahlt werden. »Dringendes Handeln war notwendig«, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde.

Die Hilflosigkeit der Staatsmacht gegenüber den im Osten des Landes vorrückenden föderalistischen Kräften räumte Übergangspräsident Alexander Turtschinow ein. So stürmten in der Millionenstadt Donezk Hunderte Aktivisten ein Justizgebäude und zwangen die Sicherheitskräfte zum Abzug. Turtschinow warnte zudem vor einer russischen Invasion. Die ukrainische Armee sei in »volle Kampfbereitschaft« versetzt worden. Russlands Militärattaché wurde unter dem Vorwurf der Spionage ausgewiesen.

Trotz einiger Hoffnungszeichen gab es bis Donnerstagabend keine Freilassung der Militärbeobachter aus OSZE-Staaten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bat Russlands Präsidenten Wladimir Putin um Unterstützung. Dieser meinte laut dem Kreml im Telefonat mit Merkel, dass die Militäreinheiten aus dem Südosten der Ukraine abgezogen und ein breiter nationaler Dialog aufgenommen werden sollte, an dem »alle Regionen und politischen Kräfte« beteiligt seien. Agenturen/nd Seiten 4 und 7

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