Pharmastudien in den Schubladen der Industrie

Die zweifelhaften Wirkungsnachweise des Grippemittels Tamiflu sind nur die Spitze des Eisbergs

  • Von Hanno Böck
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es ist der Schlusspunkt einer jahrelangen Auseinandersetzung um Studiendaten und Transparenz in der Medizin. Nach heftiger Kritik über viele Jahre erlaubte der Pharma-Konzern Roche im letzten Jahr Forschern der Cochrane Collaboration Einblick in alle Studiendaten zum Grippemittel Tamiflu. Roche hatte sich jahrelang dagegen gewehrt und die Forscher mit teilweise abstrusen Ausreden hingehalten.

Die Schlussfolgerung, die von den Cochrane-Forschern publiziert wurde, ist ernüchternd: Tamiflu hilft zwar in einigen Fällen, doch viel seltener als bislang angenommen (DOI: 10.1002/ 14651858.CD008965.pub4). Nebenwirkungen treten hingegen viel häufiger auf. Der Streit um Tamiflu ist auch ein Politikum: Viele Staaten - auch Deutschland - haben Milliarden dafür ausgegeben, um Tamiflu-Vorräte zu kaufen. Sie sollten im Falle einer Grippeepidemie die Auswirkungen eindämmen. Die Entscheidung dafür erfolgte auf Basis unvollständiger Daten.

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