Dien Bien Phu, nirgendwo sonst

Glorreicher Sieg und doch noch kein Frieden

  • Von Hellmut Kapfenberger
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Am 7. Mai 1954 endete eine zu Recht in die Annalen der Militärgeschichte eingegangene Schlacht mit dem weltweit Aufsehen erregenden Sieg der vietnamesischen Volksarmee. Die Erstürmung der gewaltigen Festung auf dem Hochgebirgsplateau von Dien Bien Phu brach Frankreichs Militärmaschinerie auf der Halbinsel das Genick. Der teuer bezahlte vietnamesische Sieg markierte zugleich das schmähliche Ende jahrelangen Mühens, ein altes Kolonialregime zu neuem Leben zu erwecken.

Vietnams Augustrevolution 1945 hatte der französischen Kolonialmacht und dem seit 1940 währenden japanischen Besatzungsregime den Todesstoß versetzt. Mit britischer logistischer Unterstützung und US-amerikanischem materiellen Segen begann aber 1946 ein großangelegter Rückeroberungsfeldzug. Paris unterlag dem tragischen Irrglauben, mit einem 70 000 Mann starken Expeditionskorps die junge Demokratische Republik Vietnam (DRV) binnen kurzem in die Knie zwingen zu könne...


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