Rekord bei Selbstanzeige von Steuersündern

Potsdam. 113 Steuersünder haben sich in den ersten vier Monaten des Jahres in Brandenburg selbst angezeigt. Dies sind bereits fast genauso viele wie im gesamten vorigen Jahr und das ist damit ein neuer Rekord, erklärte das Finanzministerium. Nach dem Bekanntwerden der Steueraffäre von Fußballmanager Uli Hoeneß war die Zahl der Selbstanzeigen schon im gesamten Vorjahr auf einen Rekordwert von 114 hochgeschnellt. Seit der Einführung der Statistik im Jahr 2010 haben 331 Selbstanzeigen zu Mehreinnahmen des Bundeslandes in Höhe von 7,4 Millionen Euro geführt. Aus Sicht von Finanzminister Christian Görke (LINKE) ist der sprunghafte Anstieg Folge des gestiegenen Risikos, entdeckt zu werden. »Wir werden den Druck auf Steuersünder aufrechterhalten und nach Möglichkeit weiter ausbauen, sei es mit den Mitteln der Steuerfahndung oder auf dem politischen Weg«, sagte Görke. Er spricht sich für eine Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige aus. Die Finanzminister der Länder brachten aber gestern bei ihrer Konferenz in Stralsund nur verschäfte Regeln für Selbstanzeigen auf den Weg. dpa/nd

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