Münchens Castorf

Theatertreffen Berlin

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Berge erklärender Literatur sind hoch. Die Grabungen der Analyse tief. Was Kriege ausbrechen lässt, gehört zum kleinen ABC jeder Vernunft. Profitgier, Klasseninteressen - alles sehr, sehr klar.

Und doch bleibt Krieg - erschreckend! - auch ein Phänomen, ein unbegreiflicher Anziehungspunkt für menschliche Gier nach Kitzel, Explosion, Furor, nach Selbstentflammung und Selbstzerstörung. Man lese nicht nur Ernst Jünger, sondern ebenso den frühen Thomas Mann. Auch der Idealismus braucht sein Gegenteil, um sich zu erkennen - Verblendung vernichtet uns nicht nur, sie ist immer wieder auch fataler Aufbaustoff. Das ist das Grässliche, dem keine Lektion, keine Moral, keine Beschwörung, keine Mahnung beikommt.

Ferdinand Bardamu etwa. Begeistert sich am Krieg, bibbert im Grauen, berauscht sich fortan an Lebensgier - er reist als kolonialistischer Verwalter in den Kongo, weiter, weiter, weiter: Fließbandsklave in den USA, schließl...

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