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Neue Terrorattacken im Nordosten Nigerias

Abuja. Terroristen haben am Wochenende Dörfer im Nordosten Nigerias überfallen und eine Brücke an der Grenze der Bundesstaaten Borno und Adamawa gesprengt. Das berichteten nigerianische Medien am Sonntag unter Berufung auf Augenzeugen. Auch eine Kirche wurde demnach in Brand gesetzt. Es gab mindestens einen Toten. Hinter den Anschlägen wurden Mitglieder der Terrorgruppe Boko Haram vermutet, die seit über drei Wochen mehr als 240 Schülerinnen aus dem Bundesstaat Borno in ihrer Gewalt haben. Der UNO-Sicherheitsrat forderte in seiner Sitzung in New York am Freitag (Ortszeit) die sofortige Freilassung der Schülerinnen. Zugleich verurteilte das Gremium, in dem Nigeria als nicht ständiges Mitglied vertreten ist, die Entführung, zu der sich Boko Haram bekannt hat. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan erklärte am Sonntag, er habe zwei Divisionen nach Borno entsandt, um nach den Mädchen zu suchen. Amnesty International warf den nigerianischen Behörden vor, im Fall der entführten Mädchen nicht auf Vorwarnungen reagiert zu haben. Glaubwürdige Zeugenaussagen belegten, dass die Armee Stunden zuvor von dem Überfall in der Nacht zum 15. April gewusst habe. epd/nd

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