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Kolat gibt Amt bei Türkischer Gemeinde ab

Doppelspitze führt künftig den Dachverband

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Berlin. Der langjährige Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, gibt sein Amt auf. Kolat, der fast neun Jahre lang an der Spitze des Dachverbands stand, nannte gesundheitliche Gründe für seinen Verzicht, wie der in Berlin erscheinende »Tagesspiegel« berichtete. Kolat hatte seine Entscheidung auf dem zehnten Bundeskongress der Türkischen Gemeinde am Samstag bekanntgegeben. Sein Verzicht sei für viele Delegierte überraschend gekommen.

Dem Tagesspiegel sagte Kolat, er habe in letzter Zeit die Last von »sehr viel Stress« durch das Amt gespürt und vor der Wahl gestanden, »auf kleiner Flamme« zu arbeiten. »Aber das kann ich nicht, entweder ganz oder gar nicht.«

Der Türkische Bund wird künftig von einer Doppelspitze geführt. Zu Kolats Nachfolgern wählten die Delegierten den studierten Betriebswirt Safter Cinar, der bisher Vorsitzender des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg ist, und den Stuttgarter Sozialpädagogen Gökay Sofuoglu, der im geschäftsführenden Vorstand bislang als familienpolitischer Sprecher fungierte.

Der 54-jährige Kolat wuchs in Istanbul auf und kam als 21-Jähriger nach Deutschland. Der studierte Seeverkehrsingenieur, übernahm den Vorsitz der Türkischen Gemeinde im Oktober 2005 vom Gründungsvorsitzenden Hakki Keskin. Bereits 2011 gab er sein Amt als bezahlter Geschäftsführer des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg auf, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Kurz zuvor war seine Ehefrau, Dilek Kolat, zur Sozialsenatorin in Berlin ernannt worden. Beide Kolats sind Mitglieder der SPD. epd/nd

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