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Teure Sicherheit

Bernd Kammer über die steigenden Kosten beim Bau der BND-Zentrale

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Auch der Bund kann teuer. Das wissen wir Berliner seit dem Bau des Kanzleramtes, der Bundestagsbauten oder des Hauptbahnhofs. Der Neubau des Bundesnachrichtendienstes befindet sich also in bester Gesellschaft. Und der Bund ist auch am Hauptstadtflughafen beteiligt, trägt also seinen Anteil an dessen Finanzauswüchsen, tut aber oft so, als gingen ihn die nichts an.

Mit seiner Hilfe wird die Geheimdienstfestung an der Chausseestraße auf alle Fälle ein Bau der Superlative: das - nach dem Flughafen Tempelhof - zweitgrößte Gebäude Berlins, das sicherste und auch das teuerste. Wobei letztere Eigenschaften auch eng miteinander zusammenhängen. Vor lauter Sicherheit funktionierte manches nicht wie geplant, und viele Handwerker wurden nicht ohne Begleitung von Sicherheitspersonal auf die Baustelle gelassen. Probleme gab es zwar nicht mit der Brandschutz, dafür mit der Klimaanlage.

So verzögert sich der Umzug der 4000 Geheimdienstler um ein Jahr, die Kosten erhöhten sich von ursprünglich 720 Millionen über 811 Millionen auf bisher 912 Millionen Euro, nun soll also die Milliardengrenze überschritten worden sein. Wobei diese Summe nur einen Teil der Gesamtkosten darstellt. Inklusive Umzug und Technikausstattung sollen mindestens weitere 400 Millionen Euro hinzukommen.

Damit nähern wir uns jener Summe, die CDU- Innenexperte Wolfgang Bosbach schon vor zwei Jahren ins Spiel brachte: Zwei Milliarden Euro werde der Umzug kosten, schätzte er damals. Der Grund für die exorbitante Steigerung sei, dass die Kosten ursprünglich schöngerechnet wurden, um eine parlamentarische Mehrheit zu bekommen. Ein bekanntes Szenario also.

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