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Das kritische Subjekt

Schillerpreis für Troller

Als Antrieb für seine Schaffenskraft hat der Journalist Georg Stefan Troller die innere Frage bezeichnet, »wie man überlebt«. Im Mannheimer Nationaltheater wurde dem 92-Jährigen in Wien geborenen Schriftsteller und Filmemacher am Sonntag der mit 10 000 Euro dotierte Schillerpreis 2014 für sein Lebenswerk verliehen. Für den Journalisten Gero von Boehm ist der Kollege »einer der letzten großen Erzähler«, wie dieser in einer Laudatio bekundete.

Der mehrmalige Grimme-Preisträger drehte knapp 150 Dokumentarfilme und führte über 2000 Interviews.

Der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) bezeichnete die »subjektive, einfühlsame wie kritische Methode«, Interviews zu führen als Vorbild für ganze Journalistengenerationen.

Troller, der als Jude von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten bedroht war, war 1938 über Umwege nach Amerika geflohen. Seit 1949 lebt er in Paris. In der Nachkriegszeit wurde er vor allem durch seine Beiträge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bundesweit bekannt. dpa/nd

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