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Erfinder des »Alien«

H. R. Giger gestorben

Seine »Alien«-Figuren sind bis heute Kult. Ohne ihn wäre Hollywoods Monster-Riege um einige tolle Figuren ärmer. Jetzt ist der Schweizer Fantasy-Visionär H.R. Giger mit 74 Jahren überraschend gestorben. Für seine »Alien«-Gestalten bekam Hansruedi Giger, der als Künstler die Vornamenabkürzung H. R. bevorzugte, 1980 den Oscar in der Kategorie »Beste visuelle Effekte«. Die US-Filmakademie würdigte damit den wesentlichen Beitrag, den die perfekt »biomechanisch« agierenden Weltraummonster zum Erfolg des Films leisteten.

Indirekt hatte Giger damit auch wesentlichen Anteil am Durchbruch der Schauspielerin Sigourney Weaver im Action-Genre. Eine ganze Reihe von »Alien«-Filmen orientierte sich am Giger-Vorbild. Zudem machten ihn seine Entwürfe für »Poltergeist II« von Brian Gibson (USA, 1986) und Roger Donaldsons »Species« (USA, 1995) zu einer Kultfigur des Science-Fiction- und Horror-Fachs.

Zum Werk des Schweizers, der 1940 im Alpenkanton Graubünden als Sohn einer Apothekerfamilie geboren wurde, gehören längst nicht nur Entwürfe für Kinomonster. Auch als Maler war Giger, der in Zürich Architektur und Industriedesign studiert hatte, ein bedeutender Vertreter des »Fantastischen Realismus«. Er schuf bedrückend-düstere Landschaften, bizarre Kreaturen, aber auch exotisch-schöne Frauenfiguren - für manchen Geschmack gelegentlich in der Nähe von Fantasy-Kitsch. Mehrfach zeigte die Messe für Moderne Kunst Art Basel Werke des »Alien«-Designers, der sich selbst auch als Surrealist bezeichnete. Von den großen etablierten Kunstmuseen wurde er allerdings weitgehend ignoriert. dpa/nd

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