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Jenes Haar, wehend in Zimmern

Vor zehn Jahren starb Deutschlands berühmtester TV-Interviewer Günter Gaus

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Günter de Bruyn sah in ihm den »Erfinder des Zwei-Personen-Stücks im Fernsehen«. Und wenn die Bonner Dependance in Berlin Künstler der DDR einlud, dann sah Monika Maron in diesen Empfängen - zu Zeiten des Ständigen Vertreters Gaus - Feste großen Verständnisses für die »eher slawischen Feiergewohnheiten der Geladenen«; denn wollte das Protokoll dem »trunkenen Treiben« ein Ende setzen, habe der Chef kategorisch einen Whisky bestellt. Bürgerrechtler Wolfgang Ullmann stellte über diesen Ständigen Vertreter fest, »dass aus den Reihen der Dissidenten die Kritik an seiner Amtsführung überwog - eine Amtsführung, die niemals aus den Augen verlor, was dem Amtsträger an Korrektheit abverlangt war«. Christa Wolf prophezeite, die Gaus-Interviews »Zur Person« würden einmal »zu den wichtigsten Zeugnissen über unsere Zeit gehören«, sie schrieb konsequent zugetan über den Freund: »Er hielt an Menschen fest. Er hatte Zivilcourage.«

Gaus wurde 1...


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