Die zweite Transición

Die Bewegung in Katalonien, das spanische «Mutterland» zu verlassen, strebt einer Entscheidung zu

  • Von Ralf Hutter , Barcelona
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

In letzter Zeit ist in Spanien wieder von «Tran᠆sición» die Rede. Dieser Begriff, der zunächst schlicht «Übergang» bedeutet, ist einer der bedeutungsvollsten der relativ jungen spanischen Demokratie. Er bezeichnet nämlich den Übergang von der Diktatur unter Francisco Franco, der 1975 starb, zur Demokratie, deren Verfassung 1978 verabschiedet wurde. Nun verlangen viele Menschen eine neue «Transición», verstanden als politisch gesteuerten Prozess. Dass das Land schon in einer neuen Phase ist, setzen manche als Fakt voraus.

«Es ist offensichtlich, dass wir in einem Übergangsprozess sind», schrieb etwa Vicenç Navarro in seinem Artikel «Was passiert gerade in Spanien und Katalonien?», der in mehreren spanischen Online-Zeitungen zu lesen ist. Navarro ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona sowie an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Vorher war der Senior, der vielfach im Ausland gelehrt hat, Professor für angewandte Wirtschaftswissenschaft an der Universität Barcelona. Seine Analyse: «Eine Etappe, die in der Periode von 1975 bis 1978 begann, geht zu Ende.»

Mit dieser Meinung steht der Sozialwissenschaftler nicht allein da. Mit seiner Erklärung sicherlich ebenfalls nicht: «Die enorme Herrschaft, die die zutiefst konservativen Kräfte über die erste ›Transición‹ ausübten, hat den aktuellen Prozess bedingt.» Damit ist gemeint, dass das damals ausgearbeitete politische System von den Funktionären ...

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