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Auf den Spuren einer Flucht

Milena Mestecka wandert von Wesenberg nach Lidice

  • Von Gunnar Lammert-Türk
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Frühjahr 2011 brach Milena Mestecka das erste Mal auf - und seitdem wandert sie jedes Jahr die 470 Kilometer, die das mecklenburgische Wesenberg von der nordböhmischen Glasbläserstadt Novy Bor trennen, die etwa 100 Kilometer vor Lidice liegt. Damit will die 44-jährige Werbefachfrau an die Flucht von fünf tschechischen Frauen erinnern, die 1945 ihren Bewachern auf dem Todesmarsch des KZ Ravensbrück entkommen konnten, um sich in ihren Heimatort durchzuschlagen - das tschechische Lidice.

Meist wandert Mestecka allein, nur abschnittsweise schließen sich ihr andere an. In diesem Jahr wurde sie in den ersten Tagen von Freunden aus Lidice begleitet. Getroffen haben sie sich am 8. Mai in der Gedenkstätte Ravensbrück. Am Tag darauf sind sie vom Tor des einstigen KZ aufgebrochen, zunächst Richtung Norden nach Wesenberg - ganz wie der Todesmarsch von 1945.

In dem Ort an der Mecklenburgischen Seenplatte begann am 27. April 1945 a...


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