Altenheime leiden unter ausufernder Bürokratie

Verbände in Sachsen fordern Straffung bei Berichten

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Altenpfleger müssen viele Berichte schreiben. So sollen sie die Qualität ihrer Arbeit dokumentieren. Die Bürokratie geht jedoch immer mehr zu Lasten der Fürsorge.

Altenpfleger leiden unter einer immer weiter ausufernden Bürokratie. Die Beschäftigten der Branche müssten mittlerweile 13 Prozent ihrer Arbeitszeit für die Dokumentation aufwenden, sagte Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Sachsen. Der Verband drängt deshalb die Politik zu einer Reduzierung dieses Aufwands.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge verschlingt die Erfassung von Arbeitsschritten in der stationären Pflege täglich 16 Minuten je Pflegebedürftigem; im ambulanten Bereich sind es zehn Minuten. Notiert werden soll das Alltäglichste: die Temperatur des Wassers, in dem Pflegebedürftige baden, oder die Häufigkeit der Toilettenbesuche. »Man darf nichts weglassen«, sagt Elke Keiner, die Geschäftsführerin der Volkssolidarität Dresden. In einem Pflegeheim der Volkssolidarität in Dresden-Gorbitz mit 204 Plätzen beläuft sich der diesbezügliche Aufwand auf 54 Stunden am Tag: »Das s...


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