Im gallischen Dorf

Eine prominente Runde warnte eindringlich vor dem Transatlantischen Freihandelsabkommen

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Ein Sturm kommt auf. Rette sich wer kann. Und wer nicht kann, der wappne sich innerlich und ziehe sich warm an. Von solch fatalistischer Qualität war die vorherrschende Stimmung nach einer Podiumsdiskussion zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) am Dienstagabend. »Verteidigt die Kultur!« war die prominent besetzte Debatte in der Berliner Akademie der Künste überschrieben. Und viele, die vorher vielleicht noch nicht einmal sicher waren, ob »unsere« Kultur vor dem Abkommen mit den USA tatsächlich »gerettet« werden muss, verließen den Saal als glühende TTIP-Gegner.

Wenn das zutrifft, was hier berufene Münder zum Thema ausbreiteten, konnte sich am Schluss nur noch eine Frage aufdrängen: Warum in aller Welt wird ein solch infames, destruktives Werk von europäischen Politikern überhaupt diskutiert?

Dass es auf dem Podium keinen Fürsprecher des Abkommens gab, war der Vielfältigkeit der Debatte natürlich abträglich. »W...


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