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Schwarzer Tod und Renaissance

Wissenschaftler werfen neues Licht auf eine der verheerendsten Seuchen der Geschichte: die Große Pest, an der im 14. Jahrhundert Millionen Menschen starben

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Über kaum ein anderes Ereignis der spätmittelalterlichen Geschichte ist so viel geschrieben und spekuliert worden wie über die Große Pest, die zwischen 1347 und 1352 in Europa wütete. Denn die Seuche breitete sich hier viel rascher aus, als dies bei späteren Pestepidemien in wärmeren Regionen der Fall war. Dabei herrschten zum Beispiel im Indien des 19. Jahrhunderts nicht nur bessere natürliche Bedingungen für den Erreger, es gab auch schon modernere Verkehrsmittel. Merkwürdig ist überdies, dass sich in den Zeugnissen aus der Zeit der Großen Pest kein Hinweis auf ein massenhaftes Rattensterben in Europa findet. Bekanntlich wird der Pesterreger, das Bakterium Yersinia pestis, von infizierten Ratten über Flöhe auf Menschen übertragen. Folglich hätten nicht nur Millionen Menschen an der Beulenpest sterben müssen, sondern auch zahllose Ratten.

Was war damals tatsächlich geschehen? Die meisten Historiker gehen davon aus, dass genue...


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