Sie setzten auf Gewalt, statt auf die Demonstranten zuzugehen

Der Geschäftsmann aus Damaskus: »Vielleicht gibt es einen guten zweiten oder dritten Platz für mich«

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Assad hat zwei Gegenkandidaten - die möglicherweise schon bald von ihm ins nächste Kabinett berufen werden.

Der »Wahlkampf« zu den Präsidentschaftswahlen in Syrien war kurz. Erst Mitte Mai war klar, wer von den 23 Bewerbern die von der Regierung verlangten Voraussetzungen erfüllte und das Rennen mitmachen durfte. Drei Kandidaten sind es nun insgesamt: neben dem amtierenden Präsidenten Baschar al-Assad sind der Abgeordnete Maher al-Hadschar und der Privatier Hassan al-Nuri angetreten. Es ist das erste Mal seit einem halben Jahrhundert, dass sich die Syrer zwischen mehreren Kandidaten entscheiden können.

Nuri ist ein Geschäftsmann aus Damaskus, war bereits zwei Mal Minister und Präsident der Handelskammer von Damaskus. Er zählt sich selber zur Opposition, wie er gegenüber »nd« am Sonntag in Damaskus erklärte. Er wisse zwar, dass er die Wahlen nicht gewinnen werde, aber »vielleicht gibt es einen guten zweiten oder dritten Platz für mich«. In den Medien und Diskussionsrunden unter Syrern wird vermutet, dass Nuri nach den Wahlen einen wi...


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