25 Jahre nach Skandal ist Grundwasser weiterhin belastet

Neu-Ulm. 25 Jahre nach Bekanntwerden eines Umweltskandals im bayerischen Landkreis Neu-Ulm ist das Grundwasser in mehreren Gemeinden immer noch mit Lösungsmitteln belastet. Das Landratsamt rief die Bewohner in den betroffenen Gegenden am Mittwoch dazu auf, ihr selbst angebautes Obst und Gemüse in der Erntezeit nicht mit Wasser aus einem eigenen Brunnen zu gießen. Auch zum Baden oder Tränken von Tieren sollte das Brunnenwasser nicht verwendet werden. Das Trinkwasser aus der öffentlichen Versorgung sei hingegen nicht belastet. Besonders hoch sind die Werte nach wie vor in einigen Bereichen von Senden. In der Stadt waren offenbar jahrzehntelang auf dem Gelände einer Uhrenfabrik gefährliche Stoffe unsachgemäß entsorgt worden. Nach dem Verkauf der Fabrik 1989 tauchten Hinweise auf den Umweltskandal auf. Bei Kontrollen wurden nun in Senden immer noch Werte von bis zu 350 Mikrogramm Halogen-Kohlenwasserstoffe je Liter Grundwasser gemessen - erlaubt sind 10 Mikrogramm. dpa/nd

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