Keimquelle Schweinestall

Ärzteinitiative gegen Massentierhaltung warnt vor antibiotika-resistenten Krankheitserregern

  • Von Hagen Jung, Hannover
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Industrielle Viehbetriebe begünstigen nach Ansicht von Medizinern die Ausbreitung der auch als Krankenhausbakterien bekannten MRSA-Keime.

Das Kürzel MRSA macht Klinikpatienten oft mehr Angst als eine bevorstehende Operation. Zu oft war in vergangenen Jahren von diesen »Krankenhausbakterien« die Rede. Hinter den vier Buchstaben verbergen sich Keime, die mit herkömmlichen Antibiotika nicht zu vernichten sind und die sich im Krankenhaus rasch verbreiten können, denn: Sie finden dort Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem, und der häufige Kontakt des Personals mit vielen Patienten begünstigt die Verbreitung der Bakterien. Ihre möglichen Auswirkungen reichen von eitrigen Infektionen am Körper über Gelenk- oder Lungenentzündung bis hin zur Blutvergiftung. All dies gilt auch für Keime, die unter der Abkürzung ESBL gefürchtet sind.

Forschungen haben ergeben, dass eine zunehmende Zahl von MRSA-Keimen aus der Nutztierhaltung stammt. Dies berichtete am Mittwoch in Hannover die jüngst von Human- und Tiermedizinern gegründete »Ärzteinitiative gegen Massentierhaltung«. Sie wi...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.