Jörg Meyer 06.06.2014 / Bewegung
Kolumne

Was heißt hier »Würde«?

Jörg Meyer über Langzeitarbeitslosigkeit von über einer Million Menschen in Deutschland

Das Grundgesetz beginnt mit dem Satz: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Das gilt für alle. Menschen, die unter 18 Jahre alt sind, sollen keinen Mindestlohn bekommen, Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Tätigkeit auch nicht. Gewerkschaften und Linke kritisieren die Ausnahmen scharf. Zwar soll - das ist immerhin im Gesetzentwurf enthalten - zwei Jahre nach Einführung des Mindestlohnes evaluiert werden, ob diese Einschränkung zu einer nur kurzen Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen geführt hat. Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Wäre die massenhafte Fünf-Monate-und-29-Tage-Beschäftigung tatsächlich eine Folge der Ausnahme im Gesetz, würde sich das auch an anderen Stellen des Arbeitsmarktes auswirken und Druck auf die Löhne machen. Langzeitarbeitslose langfristig in Lohn und Brot zu bringen, könnte diese Ausnahme bei der Lohnuntergrenze ...

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