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Billiger fahren

Grit Gernhardt findet die neue Taxi-Konkurrenz nicht grundsätzlich schlecht

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Taxifahren ist teuer - zumindest teurer als die meisten Angebote von Bus oder Bahn. Auf dem Markt herrschen einheitliche Tarife, die Fahrer müssen ausgebildet sein und einen Personenbeförderungsschein nachweisen. Anbieter wie Uber unterlaufen aber zunehmend das System. Die App bringt Menschen, die mit dem Auto unterwegs sind, und solche, die eine Mitfahrgelegenheit suchen, zueinander - bis zu 40 Prozent sollen die Kunden so sparen. Was die Fahrgäste freuen dürfte, brachte am Mittwoch in ganz Europa Zehntausende Taxifahrer auf die Straßen; sie blockierten Innenstädte, fuhren nur im Schneckentempo oder streikten gleich ganz.

Doch nicht nur die Fahrer fürchten um ihre Jobs, auch für die Kunden könnten die Angebote Nachteile haben. An welche Vorgaben sich die privaten Taxivermittler halten müssen, ist unklar. So ist offen, wer bei einem Unfall haftet. Zudem kann sich der Fahrgast bei Uber & Co. nicht darauf verlassen, dass er mitgenommen wird. Aus Verbrauchersicht wäre zu wünschen, dass diese Probleme gelöst werden können. Dann hätten auch weniger begüterte Kunden die Möglichkeit, einen Mitfahrservice zu nutzen. Dass das existierende Taxisystem deshalb gleich zusammenbricht, ist dagegen nicht zu erwarten. Vielleicht muss es sich aber an die Anforderungen der digitalen Welt und der Sharing-Economy-Angebote anpassen.

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