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Bachblüten als Ergänzung zur Schulmedizin

Im Netzwerk »Heilsame Lebensweisen« fanden sich rund 40 Menschen aus Ostbrandenburg zusammen

  • Von Kerstin Yne Lange
  • Lesedauer: 3 Min.
Beim 7. Natur- und Heilen-Tag auf dem habondia-Hof in Dahmsdorf präsentieren sich die verschiedenen Konzepte.

Im ostbrandenburgischen Netzwerk »Heilsame Lebensweisen« spinnen rund 40 emsigen Menschen an einem Netz, um alternativ leben und wirken zu können. Wie funktioniert es? 40 Möglichkeiten gibt es zwischen Strausberg, Seelow und Oderbruch bis hin nach Erkner und Jüterbog, die Schulmedizin zu ergänzen zum Beispiel mit Naturkosmetik, Akupunktur, Qi Gong, Klangreisen und Heilkräutern. Das reicht von Dingen, die esoterisch klingen, bis zu bewährten Naturheilverfahren.

Das ist eigentlich nichts neues mehr. Neu aber ist, dass diese verschiedenen Lebensentwürfe und Berufungen sich nicht Konkurrenz machen wollen, dass die Erfolgsrezepte nicht voreinander geheim gehalten oder untereinander ausspioniert werden. Im Gegenteil, Erkenntnisse werden ausgetauscht, Arbeitsbereiche miteinander verknüpft, Kunden an andere Netzwerker weiter empfohlen, auch wenn das Geld dann nicht mehr in die eigene Tasche fließt. Diese Weitsicht mag illusionär erscheinen, aber die Erfahrung zeigt, dass sich durch den freimütigen Austausch viel größere Entwicklungsmöglichkeiten für die Einzelnen ergeben.

Naturheilerin Sabine Feierabend sagt: »Wir sind eine große Familie der Vielfalt und Form. Öffnen wir uns für das innere Sehen, Fühlen und Lauschen und entdecken unsere Gemeinschaft mit dem Ganzen, das uns umgibt, dann entdecken wir auch unsere eigene Kraft und Einzigartigkeit.«

Diese Einsicht teilt Feierabend mit Gästen des Strandhotels in Buckow. Die führt sie in Wanderungen durch die Märkische Schweiz, versorgt sie mit Bachblüten, hilft ihnen, sich selbst ein wenig anders zu entdecken. Die innere Überzeugung unter gleichgesinnten Netzwerkern zu leben und zu teilen, stärkt den Rücken, mit Tier- und Pflanzenheilkunde finanziell bestehen, Hotels und Kureinrichtungen in ihren Angeboten bereichern zu können. Biologin Bettina Römich sagt: »Man schützt, was man liebt.«. In ihrer Wildnisschule »Ursprung« betreut sie besonders Menschen, die unter ADHS leiden, einer Unruhe, für die Kinder früher als Zappelphilipp galten. Auch die Tierheilpraktikerin Sonja Schwarze aus Batzlow sieht eine »Verbindung von Gesundheit und Lebensfreude der Menschen mit der Lebensqualität ihrer Tiere«.

Wirtschaftlich günstig, da es über viele Übernachtungsmöglichkeiten verfügt, hat es das Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung »Drei Eichen« mit seinem Programm, das »Lernen, Spaß, die Verbindung zur Natur und Abenteuer auf einzigartige Weise miteinander verbindet«, wie es in der Eigenwerbung heißt. Die Leiterin Charlotte Bergmann pflegt eine wache Beziehung zur Natur. »Der Kontakt zur Mutter Erde berührt unsere Sinne und Seele tief und erlaubt beglückende Gefühle der Verbundenheit und Bestätigung«, schwärmt sie. Bei solchen Haltungen mag man nicht mehr zu den Pestiziden greifen, die mancher Kleingärtner immer noch anwendet. Dabei findet man in der Beratung zur Behandlung kranker Pflanzen mit natürlichen Mitteln in Sophie Angelika Lienicke eine Homöopathin, die sich gleich noch dem Gärtner widmen kann.

Sie alle und andere vom Netzwerk »Heilsame Lebensweisen« werden am 14. Juni den Natur- und Heilen-Tag auf dem habondia-Hof in Dahmsdorf bei Müncheberg mitgestalten, wenn gesponnen, gefilzt und gebuttert wird, die Wildkräutersuppe über dem Feuer kocht und frische Fladenbrote aus dem Holzbackofen gezogen werden.

heilsame-lebensweisen.de

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