Werbung

Vielseitiger Künstler

Gerhard Rommel tot

Der frühere DDR-Bildhauer Gerhard Rommel ist tot. Er starb bereits am vergangenen Freitag im Alter von 80 Jahren in seinem Haus im brandenburgischen Gransee, bestätigte seine Witwe Helga Rommel am Dienstag. Als Münzgestalter und Medailleur war Gerhard Rommel deutschlandweit bekannt. Er studierte an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake und Theo Balden und war Meisterschüler von Fritz Cremer an der Deutschen Akademie der Künste.

Gerhard Rommel war ein sehr vielseitiger Künstler. Er malte, gestaltete Gedenkmünzen und Skulpturen. Am Berliner Volkspark Prenzlauer Berg stand sein Denkmal für die DDR-Kampfgruppen, eine paramilitärische Organisation in DDR-Betrieben. Nach der Wende wurde es aber beseitigt. Ebenfalls entfernt wurde sein Ernst-Thälmann-Denkmal in Magdeburg. Die Landesgeschäftsführerin der Linkspartei in Brandenburg, Andrea Johlige, sprach in einem Nachruf von einer »mutwilligen Zerstörung (...) eines antifaschistischen Werks«.

Sein Revolutionsrelief in der Berliner Schlossstraße, seine Juri-Gagarin-Büste in Treptow und seine Figur »Grenzsoldat mit Kind« in Berlin blieben dagegen erhalten. Andere Figuren wie Anne Frank in Rostock, Siegmund Jähn vor der Archenholdsternwarte und der Eiserne Gustav in Berlin sind feste Bestandteile der jeweiligen städtischen Kultur geworden. nd (mit dpa)

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!