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Überfall an Kenias Küste

Dutzende Tote / Somalische Islamisten unter Verdacht

Die Gewalt an Kenias Küste geht weiter. Dutzende Menschen sterben bei einer blutigen Attacke auf ein Dorf. Die Behörden vermuten Islamisten hinter dem Angriff.

Mombasa. Bei einem bewaffneten Angriff in einem Ort nahe der kenianischen Küste haben Unbekannte mindestens 48 Menschen getötet. »Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen«, zitierte die Zeitung »Standard« am Montag Polizeisprecher David Kimaiyo. Der betroffene Ort Mpeketoni liegt rund 50 Kilometer von der Urlauberinsel Lamu entfernt. Zu der Tat bekannte sich niemand, jedoch wird vermutet, dass die somalische Islamistenmiliz Al-Shabaab dafür verantwortlich ist. Die Täter Zeugen zufolge islamische Parolen gerufen haben, als sie das Dorf stürmten.

Angreifer seien am Sonntagabend in zwei Kleinbussen in den Ort Mpeketoni gefahren und hätten um sich geschossen, erklärte Polizeisprecherin Zipporah Mboroki am Montag. Rund 50 Bewaffnete hätten den Ort überfallen und zwei Hotels, eine Bank und ein Polizeirevier angegriffen. Es kam zu einem Schusswechsel mit der Polizei. Die Attacke dauerte mehrere Stunden.

Al-Shabaab kämpft seit Jahren für einen Gottesstaat am Horn von Afrika, der sich am »Heiligen Krieg« (Dschihad) beteiligen soll. Ihre Heimat ist Somalia, doch schlagen die Kämpfer auch in Kenia zu, weil das ostafrikanische Land in Somalia mit Truppen einmarschierte, die gegen Al-Shabaab kämpfen. Die Miliz fordert deren Abzug.

Ein Kommando der Islamisten hatte im September 2013 ein Einkaufszentrum in Nairobi überfallen; mehr als 60 Menschen wurden getötet. Der für die Wirtschaft Kenias wichtige Tourismussektor ist seither stark eingebrochen. dpa/nd

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