Ralf Klingsieck 18.06.2014 / Wirtschaft und Umwelt

Teebeutel in Eigenregie

Arbeiter übernehmen Ex-Unilever-Werk

Nach einem vierjährigen Kampf können die Arbeiter des Teebeutelwerkes Fralib im südfranzösischen Gémenos die Produktion nun als Kooperative fortführen.

Als der CGT-Betriebsratsvorsitzende Gérard Cazorla in der Betriebsversammlung das Ergebnis der geheimen Abstimmung bekanntgab, jubelten die Anwesenden und stimmten die Internationale an. Einstimmig hatten sich die derzeit noch 76 Mitarbeiter der Teebeutelfabrik Fralib in Gémenos bei Marseille für das Übereinkommen mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber, dem US-Konzern Unilever, ausgesprochen. Der fand sich nach langen Streitigkeiten letztlich bereit, den Fralib-Arbeitern die Fabrik zu überlassen, damit sie ihre geplante Mitarbeiterkooperative starten können. Die Maschinen, deren Wert auf sieben Millionen Euro geschätzt wird, gehen für einen symbolischen Betrag von einem Euro an die Belegschaft. Zudem zahlt Unilever 19,2 Millionen Euro - davon pro Kopf 100 000 Euro Abfindung - als Anschubfinanzierung für die Kooperative.

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