Rettung aus 1000 Metern Tiefe

Der verletzte Forscher Johann Westhauser wurde nach elf Tagen in der Riesending-Höhle befreit

  • Von Sabine Dobel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mehr als elf Tage nach seinem Unfall in Deutschlands tiefster Höhle erblickt Forscher Johann Westhauser das Tageslicht. Die Rettungsaktion findet ein gutes Ende.

Strahlend liegen sie sich in den Armen. Die Retter haben den Helm noch auf, den Klettergurt um, die Kleidung ist nach Tagen in der Höhle schlammverschmiert. Manchen stehen Tränen in den Augen: Johann Westhauser ist gerettet. Tagelang haben die Helfer rund um die Uhr bis zur Erschöpfung gekämpft, um den schwer verletzten Höhlenforscher aus 1000 Metern Tiefe zu bergen. Er ist einer der ihren, der Kreis der extremen Höhlenforscher und -retter ist europaweit klein. Zuversicht, Teamgeist und mentale Stärke haben sie alle getragen. Westhauser eingeschlossen.

Ganz am Schluss, am Donnerstagmorgen, gab es noch einmal eine Nervenprobe. Stunde um Stunde verzögerte sich die Rettung. Gerade in der Schlussphase wollten die Retter nichts riskieren - lieber eine Pause mehr. Dann, um 11.44 Uhr, kommt die erlösende Nachricht: Westhauser ist gerettet, gut 274 Stunden nach seinem Unfall in der Riesending-Schachthöhle, tief in den Berchtesgadener ...


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