Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Planlos, einseitig und gefährlich?

Konfliktforscher und Entwicklungsexperten sehen Auslands-Einsätze der Bundeswehr skeptisch

  • Von Natalia Matter
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Frankfurt am Main. Bundespräsident Joachim Gauck hat die Debatte über Auslandseinsätze der Bundeswehr neu entfacht. Im Kampf um die Menschenrechte sei es manchmal erforderlich, zu den Waffen zu greifen, sagte er Mitte Juni in einem Radiointerview. Ähnliches hatte er bereits im Januar bei der Münchner Sicherheitskonferenz gefordert. Prompt erntet Gauck Widerspruch: Ostdeutsche Pfarrer werfen ihm vor, sich von den Idealen der DDR-Friedensbewegung abzuwenden, der er einst selbst als Pastor angehörte. Auch Konfliktforscher und Entwicklungsexperten sehen Militäreinsätze etwa in Afrika sehr kritisch.

»Es ist so einfach zu sagen, wir schicken mal das Militär, aber das ist nicht der richtige Zugang«, urteilt Hans-Georg Ehrhart vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. »Man muss die Ursachen für einen politischen Konflikt bekämpfen.« Aber das politische System eines Landes zu ändern, sei ein ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.