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Stadt der zwei Wirklichkeiten

Im Westen Belfasts gehören der Nordirlandkonflikt und seine Folgen trotz Karfreitagsabkommens zum Alltag

  • Von Jörg Hafkemeyer, Belfast
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Seit 1998 herrscht offiziell Frieden in Nordirland. Die Hauptstadt Belfast ist aber weiterhin geteilt, genauso wie der Konflikt zwischen Republikanern und Loyalisten bis heute unaufgearbeitet bleibt.

Ein hoher, grüner, undurchdringlicher Zaun trennt den Westen von Belfast vom Rest der Stadt. Er ist eine Art Mauer. Peace Line, Friedenslinie, wird sie genannt. Es ist ein Monstrum aus einer anderen Zeit. Aus der Zeit des 35-jährigen Krieges und des Terrors, in der sich die nach Unabhängigkeit von Großbritannien und Wiedervereinigung mit Irland strebenden Katholiken einen mittelalterlich anmutenden Krieg mit den unionistischen Protestanten lieferten. Brutal und hinterhältig, rücksichtslos und gemein von beiden Seiten geführt. Das hat zu schweren Beschädigungen, Verletzungen geführt. Und dazu, dass die Situation bis heute sehr fragil ist. Es bestehen mindestens zwei Wirklichkeiten. Die eine ist im glitzernden Zentrum der nordirischen Hauptstadt zu besichtigen, die andere im bedrückenden Westen der Stadt. Dort ist der Konflikt bis heute zu sehen.

Jeder kennt hier Martin McGuinness und Gerry Adams. Für die Menschen an der Falls R...


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