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Leben und Verzweifeln

Im Kino: In »Violette« von Martin Provost

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sie kann einen nerven, diese Frau, Violette, die Titelheldin, mit ihren schlecht gefärbten Haaren, ihrem Hunger nach Liebe - mütterlicher oder weiblicher oder auch mal männlicher Liebe -, ihrer andauernden Selbstverachtung und gelegentlichen Selbstüberschätzung, ihrer taktlosen Aufrichtigkeit, ihrer lauten Stimme und bunten Kleidung, ihrer selbstsüchtigen Unmoral. Man kann sich aber auch inspirieren lassen von diesem Film, der einer Schrifstellerin beim Leben, Verzweifeln und Arbeiten zusieht, und sich nach der Sichtung die Werke besorgen, mit denen die reale Violette Leduc bekannt wurde. Mit den Bildern aus Martin Provosts filmischem Porträt im Kopf wird man die Bücher etwas anders lesen.

Autobiografische Fiktion schrieb Leduc, die bei Provost nur »Violette« heißt. Etwa über die eigene, außereheliche Geburt, im Jahr 1907 noch kein Pappenstiel: Sie war die Tochter eines Dienstmädchens und des Sohns des Hauses. Sie schrieb über...


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