Werbung

Weltdrogenbericht: Anbauflächen für Heroin dramatisch gewachsen

Konsum illegaler Substanzen stabil geblieben/Starker Anstieg in der Opium-Produktion

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

200.000 Tote durch illegale Substanzen: Der Welt-Drogenbericht warnt vor einer starken Zunahme im Anbau von Opium. Insgesamt sollen mehr als 240 Millionen Menschen mindestens einmal Drogen konsumiert haben.

Wien/Genf. Die Anbaufläche für den Heroin-Rohstoff Opium im weltgrößten Erzeugerland Afghanistan ist nach Angaben der Vereinten Nationen stark gewachsen. Von 2012 bis 2013 hätten Opium-Bauern ihre Felder von 154.000 Hektar auf 209.000 Hektar ausgeweitet, teilte das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) am Donnerstag in Wien mit. Die Vergrößerung der Anbaufläche um mehr als ein Drittel in Afghanistan sei ein herber Rückschlag im Kampf gegen die internationale Drogenkriminalität, erklärte UNODC-Direktor Juri Fedotow bei der Vorstellung des Weltdrogenberichts2014.

Afghanistan stellte 2013 etwa 5.500 Tonnen Opium her. Das entspricht 80 Prozent der weltweiten Produktion. Auch in Myanmar hätten die Bauern die Anbaufläche in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Dort würden inzwischen 58.000 Hektar zur Produktion des Rauschgift-Rohstoffes genutzt, erklärte das UN-Büro.

Die Zahl der Konsumenten illegaler Drogen wie Heroin sei zwischen 2011 und 2012 stabil geblieben, hieß es. Mehr als 240 Millionen Menschen griffen laut UNODC zu den verbotenen Substanzen. Davon fielen rund 27 Millionen Menschen in die Kategorie der harten Drogenkonsumenten. Etwa 200.000 Menschen starben den Angaben zufolge 2012 im Zusammenhang mit Rauschgiftkonsum.

UNODC-Direktor Fedotow forderte einen energischen internationalen Kampf gegen Drogenbanden und -konsum. Gegen die Drogenkriminalität müssten die Länder grenzüberschreitend vorgehen. Die Regierungen müssten den Drogenopfern durch Vorbeugung, Behandlung sowie soziale Wiedereingliederung helfen. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!