Akten unter Verschluss

»Blutsbande« von Dieter Daub: Ein Krimi vor brisantem Hintergrund

  • Von Monika Knoche
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Blut aus DDR-Gefängnissen gegen Devisen - »für den Klassenfeind«: eine Enthüllungsstory, die Anfang des Jahres durch die Medien ging. Das müsse »schonungslos aufgeklärt werden«, verlautbarte der Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde Roland Jahn. Dass die DDR alles verkaufte, was sich irgendwie in harte Währung wandeln ließ, ist indes viel weniger ein Geheimnis als das, was mit besagten Blutkonserven - ob nun von Gefangenen oder freien Bürgern - im Westen geschah. Diesbezügliche Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes und des Außenwirtschaftsministeriums liegen unter Verschluss. Das gewinnt besondere Brisanz durch den HIV-Skandal in der Bundesrepublik, der auch durch einen entsprechenden Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages nicht vollständig aufgeklärt wurde. Wobei, das sei vorab gesagt, die DDR-Importe gerade deshalb geschätzt wurden, weil die Möglichkeit einer HIV-Kontamination wegen der dortigen noch geringen verbreiteten...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.