Die Klassenfrage an der Kaufhauskasse

Ist weniger in der Überflussgesellschaft wirklich für alle mehr? Über Konsumkritik und Infrastruktursozialismus

  • Von Anne Steckner und Mario Candeias
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

Laut Meinhard Miegel liegt das Geheimnis eines erfüllten Lebens heutzutage statt im Konsum in Verzicht, Maß und Muße. Harald Welzer plädiert für einen zurückgenommenen Lebensstil und lobt Tugenden wie Eigenverantwortung und Sparsamkeit. Auch manch linke Konsumkritik moniert die »Konsumgeilheit« vieler Menschen in der Überflussgesellschaft. Sie mahnt, sich auf die Erfüllung »echter« Bedürfnisse zu beschränken, auf Teilen, Selbstmachen oder Instandsetzen – statt jedem neuen Hype hinterherzurennen.

Weniger sei mehr, überhaupt wisse man ja, dass Kaufen nicht glücklich macht.

Linke Konsumkritik verweist häufig auch auf miserable Arbeitsbedingungen in besonders ausbeuterischen Unternehmen, macht aufmerksam auf die Produktion schädlicher Waren und ruft zum bewussten Konsum mündiger BürgerInnen oder zum Boykott bestimmter Marken auf. Damit beschwört sie die Macht individueller Konsumentscheidungen.

KritikerInnen...

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