Besser als nichts

Eine Unterschrift schützt nicht vor Abschiebung. Ein Tag vor der von Flüchtlingen besetzten Schule in Kreuzberg

  • Von Astrid Schäfers
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Im Schulgebäude in der Ohlauer Straße wohnen derzeit noch etwa 30 Menschen. Wie nach der Räumung am Oranienplatz zieht sich die Registrierung der Flüchtlinge in die Länge, viele Fragen bleiben offen.

Rund 50 bis 100 Flüchtlinge sind nach Teilräumung der Gerhart-Hauptmann-Schule obdachlos, schätzt der Abgeordnete Fabio Reinhardt (Piraten). Weder Senat noch Bezirk würden sich um diese Menschen kümmern. Einer von ihnen ist Amdi. Er steht vor dem Eingangsgitter der Schule in der Ohlauer Straße und möchte hinein. Seine Freunde, die neun Tage in der Schule für die Abschaffung der Residenzpflicht, ein Aufenthaltsrecht der Flüchtlinge nach Paragraf 23 Aufenthaltsgesetz und gegen die Abschiebung gekämpft haben, befinden sich immer noch in dem Gebäude. Der Registrierungsprozess für die, die von nun an in der Schule bleiben dürfen, zieht sich hin.

Gemeinsam mit rund dreißig Bewohnern der Schule hatte Amdi sich während des Polizeigroßeinsatzes am vergangenen Dienstagmorgen geweigert, das Gebäude zu räumen. Am vergangenen Donnerstag erlaubte die Polizei dem Senegalesen, das Schulgelände zu verlassen, um Brot zu holen. Als er zurückkam,...


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