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Urteil gegen ehemaligen Guerillero in Guatemala

Chimaltenango. In Guatemala ist erstmals ein ehemaliger Guerillero wegen eines Massakers während des Bürgerkrieges verurteilt worden. Gegen Fermín Solano alias »Oberleutnant David« wurde am Freitag wegen Massenmordes und Verbrechens gegen die Menschlichkeit eine 90-jährige Gefängnisstrafe verhängt. Solano war verantwortlich für die Ermordung von 22 Ureinwohnern des Dorfes El Aguacate im November 1988. Den Bauern war vorgeworfen worden, mit den Streitkräften des Landes zu kollaborieren. Drei ehemalige Befehlshaber der Guerilla hatten vor Gericht ausgesagt, dass Solano eigenmächtig, ohne Zustimmung seiner Vorgesetzten gehandelt habe. Während des Bürgerkriegs in Guatemala (1960-1996) wurden nach UNO-Angaben 200 000 Menschen getötet. Ein Bericht der UNO machte für 93 Prozent der Menschenrechtsverbrechen staatliche Kräfte verantwortlich, drei Prozent wurden der Guerilla zugeschrieben. AFP/nd

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