Laos vor Einführung neuen Mindestlohns

Kein Fall für offene Auseinandersetzungen

  • Von Alfred Michaelis, Vientiane
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Was andernorts heftiges Für und Wider auslöst, geschieht im südostasiatischen Laos in aller Ruhe und im Konsens - und ist doch nicht unproblematisch: die Festlegung eines Mindestlohns.

Sie sitzen da in trauter Runde, Vertreter der Gewerkschaften, der Industrie- und Handelskammer und des Ministeriums für Arbeit und Sozialfürsorge, und beraten über eine Erhöhung des Mindestlohns. Was andernorts Gegenstand heftiger Kontroversen ist und Streiks der Beschäftigten auslöst, wird in Laos einvernehmlich geregelt. Buddhistische Kulturtradition und 38 Jahre Herrschaft der Revolutionären Volkspartei lassen wenig Raum für offene Auseinandersetzungen.

Als in der Demokratischen Volksrepublik Laos im Jahr 1991 erstmals ein Mindestlohn gesetzlich festgelegt wurde, war von umgerechnet etwa einem Dollar pro Tag die Rede. Nachfolgende Steigerungen brachten real eher einen Abstieg, was dem rasanten Verfall des laotischen Kip Mitte der 90er Jahre geschuldet war. Doch seit in Laos Bergbau und Energieerzeugung für den Export boomen, steigt der Wert der heimischen Währung und der Mindestlohn wuchs auf derzeit rund drei Dollar pro Ta...

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