Dem Kapitalismus die Karten gelegt

Ein Museum in Neukölln will die Geschichtlichkeit unserer Produktionsweise demonstrieren

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Museen sind meist Orte der Eliten und dienen der Absicherung des Status quo. Etwas ganz anderes im Sinn hat indes das Museum des Kapitalismus in Neukölln.

»Wir wollten den Kapitalismus ins Museum bringen - auch um seine Geschichtlichkeit deutlich zu machen«, sagt Malte. Er ist einer der rund zehn Macher der temporären Ausstellung »Museum des Kapitalismus«, die derzeit in Neukölln zu sehen ist. Das Projekt ist ungewöhnlich, weil der Begriff Kapitalismus in Deutschland immer noch verpönt ist. In England und den USA geht man unbefangener mit dem Terminus um, hier sagt man lieber soziale Marktwirtschaft. Doch auch im angelsächsischen Sprachraum geht die Liebe zum Kapitalismus nicht so weit, dass man ihm ein Museum widmet - trotz eines Aufrufs dazu aus Kreisen der kapitalismusfreundlichen Autorin Ayn Rand.

Maltes Ansatz und der seiner Mitstreiter ist ein anderer. Statt eines kapitalismusfreundlichen Museums war ihr Ziel, einen Ausstellungsraum zu schaffen, in »dem Utopien entstehen können«, einen Ort, »der Fragen aufwirft, zu Diskussionen herausfordert und zum Handeln anregt«. Über d...

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