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Auf Geschirrtuchfühlung

Abseits! Die Feuilleton-WM-Kolumne. Die Fußball-WM in Brasilien, erzählt aus rotverdächtiger Position

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Er tanzt auf vielen Hochzeiten. In meiner Stammkneipe heißt er noch immer, wie schon bei der letzten WM: Schweinshaxe mit zweierlei Knödeln. In Stadttheatern steht er für Tschechow-Stücke oder Shakespeare. Im Fernsehen nennt er sich »Dinner For One«. Er soll etwas Einzigartiges sein, ist aber nur ein abgehetzter Jedermann im Definitionszirkus. Ein Sklave der öden Vereinfacher. Auch Marx fiel unter jene Rubrik, die hier zur Debatte steht, und das führte zur blöden Praxis, ihn nicht mehr zu lesen, sondern nur noch zu zitieren. Und ihn also zu verderben. Des Rätsels Lösung: Es geht hier um den viel strapazierten - Klassiker. Am Sonntag spielt Deutschland gegen Argentinien. Klar: ein Klassiker. Wie Goethe. Goethe ist vergessen. Klose nicht. Er ist der einzige, der Goethe gerecht wird: Bevor der nämlich Klassiker wurde, war er Stürmer und Dränger.

Zum bevorstehenden letzten Spiel der WM veröffentlichte eine vorpommersche Zeitung ge...


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